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Fische
 
 
 
 
Aber warum sind die Fische nicht gestorben?
 

Yaakov, Béla Orbán
 
So löschte er alles Bestehende aus, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; und sie wurden von der Erde ausgelöscht.” ( 1 Mose 7, 23 )

Aber die Fische sind geblieben, die im Wasser gelebt haben…

Wir wissen, dass Gott gerecht ist und sämtliche Seiner Gesetze jeden und einheitlich betreffen. So ist die Frage in mir aufgetaucht: Was für eine Unterscheidung und Protektion war das, wegen der sie verblieben sind, und gelebt haben, wie die Fische im Wasser?

Dann habe ich die Lösung gefunden!

Unlängst kam ich aus Afrika zurück.

Von dort, wo ich nie ein Wort über das Übel der Welt hörte, und wo man nie über die Welt negativ sprach. Sie redeten über einander auch vorsichtig und im Stillen, obwohl unlängst bei ihnen ein Krieg beendet wurde...

Als ich in Europa und in mein engeres Vaterland zurück kam, schlugen die schlechten Wörter reihenweise an mein Ohr…

Ich wäre gern so geworden, wie ein Fisch im Wasser!

Dort, wo sie unter dem Wasser nicht sprechen und so einander auch nicht hören.

Dort gibt es keine Lüge, keine Verleumdung, keine Anschuldigung, und vieles andere, was die Sünden der Zunge sind.

So hat das Wort in ihrer Stille keine Schöpferkraft, die auch töten und zerstören kann…

Daneben leben sie alle im gleichartigen Wasser, und im Mittel, worin die Verschiedenheit doch empfangen wird.

Sie fühlen zusammen die Kälte oder die Wärme, die Sauberkeit oder den Schmutz des Wassers…

Es gibt zwischen ihnen keine Hurerei, weil jeder Fisch sich nur mit gleichartigem Fisch begattet…

Gott hat doch gewusst, dass die Fische mit ihren Zungen nicht gesündigt haben, und sie konnten durch ihre Ohren auch nicht versucht werden, übel zu sprechen.

Gott hat gewusst, dass die Fische nur in dem Wasser gelebt haben, und so konnten sie  mit ihren Augen auch nicht die unsittliche, gottlose Welt sehen.

Ihre Sehen öffnete weder den Sünden die Tür noch den sündigen Wünschen.

Gott hat das doch auch gewusst, dass die Fische mit der Körperoberfläche, dem Tasten, der  Berührung die Menschen auch nicht getroffen haben, so sind ihre Sinne auch sauber geblieben!

Und es kann niemand unter dem Wasser riechen…

Also die Fische kannten mit keinem einzigen Sinnesorgan die Sünde, sie konnten den gottlosen Zustand der Zeit Noahs nicht erfahren und kennen, und sie konnten ihm auch nicht beitreten.

Während des Schreibens der Zeilen fiel mir das Zeichen des Christentums ein: der Fisch…

Ich mochte nie die Zeichen, aber jetzt denke ich doch nach.

Was für ein Fisch ist das, der schnüffelt, der schlecht über den anderen Fisch spricht?

Oder schlecht gehörtes schlecht weiter sagt?

Was für ein Fisch ist das, der aus seinem Mittel, aus dem Wasser ausgeschieden sich mit  Solchen vereinigt, die in anderem Mittel leben, der sich zu diesen gesellt, und scheuert, der sich in leiblicher-seelischer-geistiger Hurerei gut fühlt?

Ich denke so, dass diese Fische schon zum Gericht gereift sind, die heute dem Gericht der Zeit Noah schon nicht entgehen würden…

Man kann nur so entrinnen : im Wasser bleiben !

Ein Fisch bleiben…………….

Ich möchte diese kleine Ausführung als eine das Lächeln hervorrufende Schrift weitergeben.

Es tut mir Leid, wenn das Lachen daraufhin an den Gesichter frieren kann…
 
 
Von Ildi Oswald übersetzt

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